Warum es nicht reicht, Gottes Wahrheit nur mit dem Kopf zu kennen

Im letzten Blog habe ich dir fünf Dinge erzählt, die Jesus in meinem Umgang mit Hochsensibilität verändert hat. Ich weiß heute:

Ich bin gewollt.

Ich darf abgeben.

Ich bin verstanden.

Ich darf Grenzen haben.

Ich bin sicher in Jesus.

Und trotzdem gab es da ein Problem: Mein Körper hatte das Memo teilweise noch nicht bekommen. 😂 Denn nur weil ich diese Dinge heute weiß und glaube, bedeutet das nicht, dass ich in jeder Situation automatisch danach handle.

Ich kann wissen: Ich darf Nein sagen. Und mein Herz rast trotzdem, sobald jemand enttäuscht von meinem Nein ist.

Ich kann glauben: Gott versorgt mich. Und mein Körper geht trotzdem in Alarm, sobald Unsicherheit auftaucht.

Ich kann wissen: Ich bin sicher. Und trotzdem zieht sich alles in mir zusammen, wenn eine Situation mich an etwas Altes erinnert.

Denn jahrzehntelang hatte ich etwas völlig anderes gelernt. Ich hatte gelernt, dass ich funktionieren muss. Dass ich stark sein muss. Dass ich niemanden brauche. Dass mit mir etwas nicht stimmt. Und irgendwann wurde genau diese Lücke für mich unglaublich spannend:

Warum kann ich Gottes Wahrheit längst kennen – und trotzdem noch nach einer alten Geschichte reagieren?

„Ich hab doch schon so viel gemacht. Warum lande ich immer wieder am selben Punkt?“

Diese Frage hat mich fast mein halbes Leben begleitet. Ich wollte einfach nur frei sein. Frei von Schmerz. Frei von meinen Mustern. Frei von diesem Gefühl, ständig gegen mich selbst kämpfen zu müssen. Und ich habe wirklich VIEL dafür gemacht. 😂

Ich habe Bücher gelesen. Podcasts gehört. Coachings gemacht. Mich reflektiert. Mich mit Psychologie beschäftigt. Mit Persönlichkeitsentwicklung. Später mit Spiritualität, New Age und Esoterik. Mit Nervensystemarbeit. Embodiment. Trauma. Weiblichkeit. Meinem Zyklus. Meinem Körper.

Ich wollte verstehen: Was muss ich noch machen, damit sich endlich wirklich etwas verändert? Und ganz ehrlich? Überall habe ich etwas gelernt. Überall habe ich Puzzleteile gefunden. Manches war unglaublich hilfreich. Manches eher nicht so. 😂

Aber diese tiefe Freiheit, nach der ich mich eigentlich gesehnt hatte, blieb aus. Bis Jesus kam.

Dann kam Jesus – und meine ganze Suche bekam einen neuen Ausgangspunkt

Zum ersten Mal hatte ich das Gefühl: Ich bin angekommen.

Ich musste mich nicht mehr selbst retten. Ich musste Heilung nicht mehr aus eigener Kraft produzieren. Ich musste nicht noch die eine Methode finden, die mich endlich zu der Frau macht, die ich schon mein halbes Leben versuchte zu werden.

Jesus wurde zum Ausgangspunkt. Und das hat für mich alles verändert. Ich habe Heilung erlebt. Befreiung. Durchbrüche. Ich habe angefangen, Gottes Wahrheit über mich zu erkennen.

Und trotzdem …

… machte mein Körper manchmal noch sein eigenes Ding. 😂

Mein Herz kannte die Wahrheit. Mein Körper lernte sie erst noch.

Ich wusste: Gott liebt mich.

Ich wusste: Ich bin kein Fehler.

Ich wusste: Ich muss mich nicht selbst retten.

Und trotzdem reagierte mein Körper in bestimmten Situationen noch so, als wäre ich in Gefahr. Stress konnte mich komplett überfordern. Bestimmte Situationen lösten plötzlich wieder alte Reaktionen aus. Ich wollte vertrauen – und kontrollierte trotzdem. Ich wollte Grenzen setzen – und sagte trotzdem Ja. Ich wusste, dass ich nicht alles alleine tragen muss – und übernahm trotzdem wieder Verantwortung für Dinge, die überhaupt nicht meine waren.

Und irgendwann habe ich verstanden: Erkenntnis und Verkörperung sind nicht dasselbe. Ich kann etwas für wahr halten und trotzdem körperlich nach einer alten Erfahrung reagieren. Denn mein Körper hat eine Geschichte. Er hat gelernt, wie ich mich schütze. Wie ich auf Stress reagiere. Wann ich mich klein mache. Wann ich kontrolliere. Wann ich funktioniere. Wann ich mich anpasse. Und genau deshalb wollte ich irgendwann nicht mehr nur fragen:

Was ist wahr?

Ich wollte wissen: Wie wird diese Wahrheit zu etwas, aus dem ich tatsächlich lebe?

Und genau dort begann Bible Embodiment™.

Was ist Bible Embodiment™ eigentlich?

Bible Embodiment™ beginnt für mich mit einer ziemlich einfachen Überzeugung: Gottes Wahrheit will nicht nur erkannt werden. Sie will verkörpert werden.

Denn was ich wirklich glaube, bleibt nicht ausschließlich ein Gedanke. Es prägt irgendwann meine Haltung. Meine Entscheidungen. Meine Beziehungen. Meine Grenzen. Meine Stimme. Meine Körperhaltung.

Die Art, wie ich mit Stress umgehe. Die Art, wie ich reagiere, wenn etwas nicht nach Plan läuft. Die Art, wie ich liebe. Die Art, wie ich mein Leben führe.

Genau diese Lücke interessiert mich bei Bible Embodiment: Die Lücke zwischen dem, was ich als wahr erkannt habe – und dem, was in meinem Leben bereits sichtbar geworden ist.

Denn vielleicht weiß ich längst: Ich bin sicher. Aber mein Körper darf Sicherheit noch lernen.

Vielleicht weiß ich: Ich bin versorgt. Aber sobald etwas unsicher wird, greife ich wieder nach Kontrolle.

Vielleicht glaube ich: Mein Wert steht fest. Aber Kritik reicht trotzdem aus, damit ich plötzlich wieder an mir zweifle.

Dann brauche ich für mich nicht zwingend noch eine neue Erkenntnis. Die Wahrheit ist vielleicht längst da. Jetzt darf sie zu einer Erfahrung werden.

Mein Körper ist kein Hindernis für geistliche Veränderung

Und das war für mich ein riesiger Perspektivwechsel. Denn lange hatte ich meinen Körper eher als das Ding erlebt, das ständig dazwischenfunkt. 😂

Mein Geist will vertrauen. Mein Körper: Alarm.

Mein Kopf weiß, dass alles okay ist. Mein Nervensystem: ABSOLUT NICHT.

Ich möchte mutig sein. Mein Körper möchte sich am liebsten irgendwo unter einer Decke verstecken.

Aber Gott hat uns nicht als Köpfe mit angehängtem Körper geschaffen. Mein Körper gehört zu mir. Und deshalb möchte ich ihn auch in Veränderungsprozesse mit Jesus einbeziehen. Nicht, weil mein Körper die Wahrheit bestimmt.

Gottes Wahrheit bleibt mein Ausgangspunkt. Aber mein Körper darf lernen, wie es sich anfühlt, aus dieser Wahrheit zu leben. Sicherheit nicht nur denken. Sondern erleben. Aufrichtung nicht nur verstehen. Sondern einnehmen. Eine Grenze nicht nur theoretisch richtig finden. Sondern sie aussprechen und dabei im eigenen Körper bleiben. Vertrauen nicht nur als schönen Bibelvers kennen. Sondern Stück für Stück danach leben.

Genau das meine ich mit Bible Embodiment.

Bible Embodiment™ ist für mich keine christliche Version von Selbstoptimierung

Das ist mir inzwischen besonders wichtig. Denn ich habe lange genug versucht, mich selbst zu reparieren. 😂 Bible Embodiment bedeutet für mich nicht: Noch mehr an mir arbeiten. Noch besser reguliert sein. Noch „geheilter“ werden. Noch perfekter reagieren. Noch irgendeine optimierte Version meiner selbst erschaffen – diesmal einfach mit Jesus.

Es geht auch nicht darum, meinen Körper zum neuen Mittelpunkt meines Lebens zu machen. Jesus bleibt der Mittelpunkt. Mein Körper darf mitkommen. Das verändert die Richtung komplett. Ich versuche nicht mehr, mich selbst in eine neue Identität hineinzuarbeiten.

Ich empfange Gottes Wahrheit – und lerne, aus ihr heraus zu leben.

Denn Verkörperung bleibt nicht verborgen

Und genau hier wird Bible Embodiment für mich größer als meine eigene Heilung oder persönliche Entwicklung. Denn was wir verkörpern, wird irgendwann sichtbar. Menschen sehen, wie wir mit ihnen umgehen. Wie wir reagieren. Wie wir lieben. Wie wir Grenzen setzen. Wie wir mit Angst umgehen. Wie wir durch Unsicherheit gehen. Wie wir uns halten, wenn das Leben schwierig wird.

Sie sehen Frieden. Freiheit. Liebe. Sicherheit.

Nicht als perfekte Performance. Sondern als Frucht dessen, was Gott in uns verändert.

Und genau deshalb bedeutet Verkörperung für mich auch: Zeugnis. Ich möchte Gottes Wahrheit nicht nur kennen. Ich möchte sie so leben, dass sie sichtbar wird. Dass Menschen an meinem Leben erkennen können:

Da ist etwas anders. Und dass genau dieses Anderssein irgendwann auf den verweist, von dem es kommt.

Auf Jesus.

Von der Erkenntnis zur Verkörperung

Aus genau dieser Frage ist irgendwann die Embodied Truth Method™ entstanden: Wie bewegen wir Gottes Wahrheit von der Erkenntnis zur Verkörperung? Nicht damit wir irgendwann perfekt reagieren. Nicht damit unser Nervensystem 24/7 tiefenentspannt ist. 😂 Und auch nicht, damit wir uns das nächste Selbstoptimierungsprojekt bauen.

Sondern damit das, was wir glauben, immer mehr zu unserer Haltung wird – und unsere Haltung in unserem tatsächlichen Leben sichtbar wird. Für mich ist Bible Embodiment™ deshalb keine weitere Methode, mit der ich mich selbst repariere. Es ist die Art, wie ich heute Veränderung mit Jesus verstehe.

Gottes Wahrheit erkennen. Sie empfangen. Den Körper bewusst in den Prozess einbeziehen. Und lernen, aus dieser Wahrheit heraus zu leben.

Und wie wird das jetzt praktisch?

Genau daraus sind fünf Prinzipien entstanden, die heute die Grundlage von Bible Embodiment™ bilden.

→ [Die 5 Prinzipien von Bible Embodiment™] 💛

Hiii, ich bin Vanessa Schmitz, die Gründerin von Bible Embodiment™ – einer Bewegung für Frauen, die Gottes Wahrheit nicht nur erkennen, sondern so verkörpern wollen, dass sie in ihrer Körperhaltung, ihren Nervensystemreaktionen und ihrer Zyklusgesundheit sichtbar wird.

Mit der Embodied Truth Method™ bewegen wir Gottes Wahrheit von der Erkenntnis zur Verkörperung – damit unser Leben zeigt, wie gut Gott ist.