Was dein Körper damit zu tun hat und welche Rolle die Verbindung von Körper und Heiligem Geist dabei spielt

Wenn du wie ich hochsensibel bist und dir super schnell alles und jeder zu viel wird, du dich gleichzeitig aber trotzdem nach Verbindung und Nähe sehnst, hast du dich vielleicht auch schon gefragt: Warum kann ich keine Nähe zulassen, obwohl ich sie mir doch eigentlich wünsche?

Oder du kennst dieses Paradoxon – hochsensibel oder nicht: Du sehnst dich so sehr nach Nähe, Geborgenheit und Sicherheit und sobald dir jemand wirklich näherkommt, gehst du auf Abstand, machst dicht oder willst einfach nur noch weg.

Und dann stellst du dir immer wieder dieselben Fragen: „Was stimmt mit mir nicht?“ „Warum wünsche ich mir Nähe und sobald sie da ist, wird sie mir zu viel?“ „Warum sind mir Menschen so schnell zu viel?“ „Warum kann ich mich nicht einfach mal fallen lassen?“ „Wieso mache ich immer wieder dicht, obwohl ich mir doch eigentlich eine Beziehung wünsche?“ „Bin ich einfach beziehungsunfähig?“

Dann lies unbedingt weiter. Denn ich will dir in diesem Blogbeitrag Hoffnung schenken und dir eine Verbindung zeigen, die ich selbst sooo lange überhaupt nicht auf dem Schirm hatte.

Denn ich glaube NICHT, dass du dich damit abfinden musst, keine Nähe zulassen zu können oder dass gesunde Beziehungen für dich einfach nicht funktionieren.

Und ja, ich weiß: Wahrscheinlich hast du auch schon so viel ausprobiert, hast dich belesen, kennst dich aus. Vielleicht hast du Therapie gemacht, Coachings und Kurse besucht und fragst dich mittlerweile: „Was denn noch alles?“

I feel you – ich kenne das so gut.

Ich selbst beschäftige mich mittlerweile seit über 15 Jahren mit Bindungsmustern, Beziehungsfähigkeit bzw. -unfähigkeit. Beruflich als Pädagogin, psychologische Beraterin und Coachin, aber vor allem aus meinem eigenen Schmerz und meiner gleichzeitigen Sehnsucht heraus.

Ich hab unzählige Bücher gelesen und studiert, mich reflektiert, einen Kurs nach dem anderen absolviert und bin auch richtig deep reingegangen in New Age. Ich hab sooo viel über mich verstanden und erkannt und hab mich natürlich auch verändert.

Aber ich kam immer wieder an meine Grenzen. Immer wieder am selben Punkt an. Bis ich irgendwann nicht mehr konnte und auch nicht mehr wollte.

Und dann kam Jesus in mein Leben.

Zum ersten Mal erlebte ich dieses Ankommen, diese Erleichterung, dieses: Oh, hier bin ich richtig. Ich spürte seine Liebe und seine Güte und erlebte eine übernatürliche Freude, die ich mir nicht erklären konnte. Aber so wirklich sicher war ich trotzdem nicht. Diesen Frieden, von dem die Bibel spricht, kannte ich nicht wirklich.

Ich konnte dir ziemlich genau erklären, warum ich bin, wie ich bin. Welche Menschen und Erfahrungen mich geprägt haben. Welche Muster dahinterstecken, welchen Lügen ich geglaubt habe, mit welchen Glaubensüberzeugungen ich unterwegs war und welche Regeln ich für mich aufgestellt hatte. Ich hatte sogar den versteckten Nutzen hinter all dem gecheckt.

Ich hatte vergeben, Vergebung empfangen, Heilung und Befreiung erlebt, sogar erlebt, wie Dämonen und unreine Geister aus mir herausgefahren sind. Ich hatte meiner Seele Zeit gegeben, all das, was mir widerfahren war, zu betrauern und zu heilen.

Und trotzdem machte mein Körper in den entscheidenden Momenten weiterhin sein altes Ding.

Warum ich keine Nähe zulassen konnte: mein altes Ding aka das Karussell

Okay, was mein ich jetzt mit Körper und altem Ding?!

Wenn ich von Körper rede, dann meine ich unser von Gott eingebautes Schutzprogramm oder auch einfach unser Nervensystem, das unter anderem die Aufgabe hat, uns vor Gefahr zu schützen.

Unser Nervensystem lernt aus dem, was uns passiert. Wenn wir etwas erleben, das großen Stress in uns auslöst, kann unser System Schutzreaktionen lernen, die uns in diesem Moment helfen, damit klarzukommen.

Die Situation ist irgendwann vorbei. Unser Nervensystem hat diese Reaktion aber gelernt.

Und dann passiert irgendwas im Außen, das unser System an die damalige Gefahr erinnert, und zack – unser Schutzprogramm springt an. Innerhalb von Millisekunden. Lange bevor wir bewusst verstanden haben, was gerade eigentlich los ist.

Was wir meistens mitbekommen, ist nur das Ergebnis dieses Prozesses: unsere sichtbare Reaktion. Wir ziehen uns zurück, machen dicht, werden laut, passen uns an, kontrollieren oder gehen auf Abstand. Aber die sichtbare Reaktion ist eben nur das Ende der Kette. Unser Schutzprogramm war da schon längst aktiv.

Meine sichtbare Reaktion auf einen Menschen, der mir zu nahe kommt – warum auch immer –, ist zum Beispiel, dass ich richtig patzig, unfreundlich und genervt werde, augenrollend auf Abstand gehe, mir Platz verschaffe, die Straßenseite wechsle, der Situation entfliehe und zur Krönung den anderen mit einem Todesblick „bestrafe“ dafür, dass er meine Grenze überschritten hat.

Danach schäme ich mich, dass ich mal wieder so unfreundlich war, obwohl der- oder diejenige nix dafür konnte, frage Gott, was das soll, bitte um Vergebung und nehme mir vor, das nächste Mal freundlich zu bleiben.

Freundlichkeit ist ja schließlich auch eine Frucht des Geistes und wir sind doch zur Nächstenliebe aufgerufen. Also: Was stimmt nicht mit mir? Warum schaff ich das einfach nicht? Vielleicht ist es besser, ich verkrieche mich und gehe Menschen komplett aus dem Weg.

Aber meine sichtbare Reaktion ist eigentlich nur das Ende von etwas, das in meinem Körper schon viel früher begonnen hat.

Denn bevor ich überhaupt patzig werde oder auf Abstand gehe, passiert etwas: Mein Magen zieht sich zusammen, ich bekomme Herzrasen, Nebel im Kopf, mein gesamter Körper spannt sich an und ich will einfach nur weg.

„Das ist mir viel zu nah.“

„Ich will das nicht.“

„Geh weg von mir.“

Und darunter liegt eine Geschichte, die mein Körper sehr gut kennt:

„Menschen sind gefährlich.“
„Ich bin schutzlos.“
„Meine Grenzen werden nicht ernst genommen.“
„Ich muss mich selbst schützen.“

Und wenn ich mir meine Geschichte anschaue, ergibt das so viel Sinn.

Meine Grenzen wurden in der Vergangenheit massiv überschritten. Ich habe Situationen erlebt, in denen ich nicht geschützt war, mein Nein und meine Grenzen keine Rolle gespielt haben und ich mich nicht einfach aus der Situation befreien konnte.

Also NATÜRLICH will ich heute Abstand, wenn mir jemand zu nahe kommt. NATÜRLICH spannt sich mein Körper an. NATÜRLICH will mein System dafür sorgen, dass mir das nicht nochmal passiert.

Mein Körper macht hier nicht einfach irgendeinen Quatsch. Er versucht, mich zu schützen.

Und ganz ehrlich: Das will ich auch. Ich WILL ein Schutzprogramm haben, das auf Gefahr reagiert. Ich WILL Grenzen haben und sie schützen können.

Selbstschutz vs. Wort Gottes

Nur: Heute bin ich nicht mehr schutzlos.

Heute kenne ich einen Gott, der mir sagt, dass ER auf mich aufpasst. Der seinen Engeln befohlen hat, mich auf meinen Wegen zu beschützen. Der meine Zuflucht und mein Schutz ist. Und von dem ich weiß: Wenn Gott für mich ist – wer kann dann gegen mich sein?

Und plötzlich standen da zwei Geschichten nebeneinander.

Die alte Geschichte meines Körpers:
„Ich bin schutzlos. Ich muss mich selbst schützen.“

Und die Wahrheit, die ich durch Gottes Wort längst kannte:
„Ich bin geschützt. Ich muss das nicht mehr alles alleine tragen.“

Und genau das war der Punkt, an dem ich verstanden habe: Es reicht nicht, dass ich diese Wahrheit kenne und glaube. In dem Moment, in dem mein Schutzprogramm anspringt, muss diese Wahrheit auch für meinen Körper verfügbar sein.

Denn mein Körper reagiert nicht auf den Bibelvers, den ich morgens gelesen habe. Er reagiert in Millisekunden auf das, was er aufgrund meiner Geschichte als Gefahr gelernt hat.

Mein Körper hatte noch nicht gelernt, dass die Wahrheit, die befreit, auch SICHER ist.

Und ich will mich nicht ständig selbst schützen. Ich will nicht ständig auf der Hut sein, alles abscannen und kontrollieren und am Ende wieder eine Runde in meinem Karussell drehen.

Ich will auch dann aus der Wahrheit reagieren können, wenn mein altes Schutzprogramm anspringt. Wenn sich das nächste Mal mein Magen zusammenzieht, mein Herz schneller schlägt und alles in mir „GEH WEG!“ ruft.

Es geht nicht darum, nie wieder nervös zu werden oder getriggert zu sein – sorry not sorry, das ist nicht möglich. 😀

Es geht darum, in diesen Momenten überhaupt wieder eine Wahl zu haben: Reagiere ich gerade aus der alten Geschichte heraus oder aus der Wahrheit Gottes?

Nähe zulassen lernen: die Verbindung, die mir gefehlt hat

Und genau hier lag für mich etwas, das ich sooo lange übersehen hatte: die Verbindung zwischen Körper und (Heiligem) Geist.

Ich hatte versucht, zu verstehen. Ich hatte reflektiert, vergeben, gebetet, geglaubt, Heilung und Befreiung erlebt. Aber wie kann mein Körper das, was ich durch Gottes Wort und den Heiligen Geist längst erkannt habe, auch erleben?

Wie kann die Wahrheit, die ich glaube, genau in dem Moment für mich verfügbar werden, in dem mein Magen sich zusammenzieht, mein Herz rast und mein gesamtes System auf Selbstschutz schaltet?

Was passiert, wenn ich meinen Körper in diesen Momenten nicht übergehe? Wenn ich wahrnehme: Okay. Mein Magen zieht sich gerade zusammen. Mein Herz rast. Mein Körper spannt sich an. Hier versucht gerade etwas, mich zu schützen.

Und wenn ich genau DA mit Jesus hingehe? Wenn ich Gottes Wahrheit nicht einfach als weiteren Gedanken oben draufpacke, sondern sie mit meinem Körper erlebe?

Genau daraus ist Bible Embodiment entstanden.

Gottes Wahrheit verstehen. Erleben. Anwenden. Meinen Körper mit in meine Beziehung zu Jesus nehmen. Damit Gottes Wahrheit nicht aufhört, wenn mein Trigger anfängt.

Du willst Nähe und machst trotzdem dicht – was bedeutet das für dich?

Ich weiß nicht, wo du gerade stehst. Vielleicht kennst du Jesus schon. Vielleicht folgst du ihm sogar schon lange nach, liest sein Wort und glaubst ihm. Du WEISST, dass er dich liebt. Du WEISST, dass du bei ihm sicher bist. Du willst ihm vertrauen. Und trotzdem kommt es einfach nicht in deinem Herzen an. Sobald es um Nähe, Vertrauen oder darum geht, Kontrolle abzugeben, macht irgendwas in dir dicht. Obwohl du doch glaubst. Obwohl du doch willst.

Vielleicht will dein Körper dich schützen.

Vielleicht brauchst du gar nicht noch mehr Erkenntnis. Vielleicht darf jetzt dein Körper mitkommen.

Vielleicht kennst du Jesus aber auch noch gar nicht. Vielleicht bist du trotzdem irgendwie hier auf meinem Blog gelandet und merkst beim Lesen: Da ist etwas, wonach ich mich eigentlich sehne. Nach dieser Liebe. Nach Sicherheit. Danach, endlich nicht mehr alles alleine tragen und mich selbst beschützen zu müssen. Und gleichzeitig merkst du, wie sich bei dem Gedanken an Jesus schon irgendwas in dir sträubt. Wie du skeptisch wirst, dichtmachst oder dir denkst: „Was für Jesus? Ich brauch keinen Jesus.“

Vielleicht will dein Körper dich schützen.

Und glaub mir: Ich versteh dich. Denn als Jesus mir das erste Mal übernatürlich begegnet ist, war meine erste Reaktion auf diese Liebe und diesen Frieden genau das: „Was für Jesus? Ich brauch keinen Jesus.“ Sofort baute sich eine Schutzmauer gegenüber dem auf, was ich mein Leben lang ersehnt hatte. Ich sehnte mich nach Liebe, Sicherheit und Geborgenheit und schützte mich gleichzeitig genau davor. Für meinen Körper war diese Liebe zu ungewohnt, zu gefährlich. NATÜRLICH musste ich mich erst mal schützen.

Aber hier bin ich nicht stehen geblieben – GOTT sei Dank. Heute lebe ich in der schönsten Beziehung, die man sich vorstellen kann – mit JESUS. Und genau in dieser Beziehung darf mein Körper etwas Neues kennenlernen: Geliebt zu sein und trotzdem Grenzen zu haben. Gesehen zu werden und mich nicht verstecken zu müssen. Schutz anzunehmen, anstatt alles selbst kontrollieren zu müssen. Nähe zuzulassen und trotzdem ich zu bleiben.

Sichere Bindung zu Jesus ist für mich der Blueprint für Beziehungsfähigkeit.

Und genau darin steckt für mich sooo viel Hoffnung. Mein Körper ist nicht der Beweis dafür, dass ich beziehungsunfähig bin. Er hat gelernt, mich zu schützen. Und jetzt darf er Neues lernen. Er darf Sicherheit kennenlernen. Nähe. Schutz. Vertrauen. Er darf die Wahrheit, die mein Geist längst erkannt hat, auch erleben.

Das verändert die ganze Frage.

Weg von: „Was stimmt mit mir nicht?“ Hin zu: „Was hat mein Körper bisher gelernt – und was darf er mit Jesus neu lernen?“

Vielleicht bist du also gar nicht zu sensibel für Beziehungen. Vielleicht hat dein Körper bisher einfach gute Gründe gehabt, dich vor genau dem zu schützen, wonach du dich gleichzeitig so sehr sehnst.

Und wenn du beim Lesen gerade gemerkt hast: Oh wow. Genau diese Verbindung hat mir bisher gefehlt, dann darfst du genau hier weitergehen.

In BIBLE EMBODIMENT – Verstehen, Erleben, Anwenden zeige ich dir, wie du Gottes Wahrheit mit deinem Körper verbindest und genau dort verfügbar machst, wo bisher dein Schutzprogramm schneller war.

Und wenn du dich vor allem in diesem „Ich muss mich selbst schützen“ wiedergefunden hast und merkst, wie müde du davon bist, ständig auf der Hut zu sein, dann ist HELD BY GOD™ deine Einladung, Schutz und Gehaltensein mit Gott neu zu erleben.

Denn deine Geschichte muss nicht dort enden, wo dein Körper gelernt hat, sich zu schützen. Er darf mitkommen. In die Nähe. In die Sicherheit. In die Beziehung.

HIII, ICH BIN VANESSA – GRÜNDERIN VON BIBLE EMBODIMENT™ – EINER COACHINGMETHODE, DIE DEN KÖRPER ZURÜCK IN DEN VERÄNDERUNGSPROZESS BRINGT, SODASS GOTTES WORT SICHTBAR WIRD: IN KÖRPERHALTUNG, GESUNDHEIT UND BEZIEHUNGSFÄHIGKEIT.

ICH HELFE ICH FRAUEN, IHRE BINDUNGS- UND SCHUTZMUSTER MIT DER BIBLE EMBODIMENT METHOD™ ZU ÜBERSCHREIBEN – DAMIT GESUNDE BEZIEHUNGEN MÖGLICH WERDEN.