
„Eigentlich fühle ich mich nur eine Woche im Monat wirklich wie ich selbst.“ Ich höre Frauen solche Sätze immer wieder sagen. Gemeint ist meistens diese eine wunderschöne Zeit rund um den Eisprung. Energie da. Laune gut. Selbstbewusst. Sozial. Produktiv.
Endlich bin ich wieder ICH. Und dann kommt die Lutealphase. Die Energie verändert sich. Die Stimmung vielleicht auch. Du brauchst mehr Ruhe. Deine Grenzen werden deutlicher. Dinge nerven dich plötzlich, über die du letzte Woche noch großzügig hinweggesehen hast. 😂 Und irgendwo zwischen PMS, Rückzug und „Bitte sprich mich heute einfach nicht an“ entsteht schnell das Gefühl:
Ugh. Wann bin ich endlich wieder normal?
Und genau dieser Gedanke macht mich inzwischen richtig traurig. Denn was bedeutet das eigentlich? Dass wir uns nur dann wirklich mögen, wenn unser Körper gerade leistungsfähig, kontaktfreudig, energiegeladen und gut gelaunt ist? Dass wir ungefähr eine Woche im Monat gerne Frau sind – und den Rest irgendwie überstehen? Vor allem die Lutealphase bekommt dabei einen ziemlich schlechten Ruf. Und ausgerechnet sie ist häufig ein ziemlich großer Teil unseres Zyklus.
Ich möchte nicht jeden Monat darauf warten, endlich wieder die Version von mir zu werden, die ich am liebsten mag. Ich möchte lernen, mich als zyklische Frau in jeder Phase zu verstehen. Und noch mehr:
Ich möchte Gott in jeder Phase anders erleben und kennenlernen. Denn vielleicht liegt genau darin etwas wunderschön Weibliches. Es gibt Zeiten, in denen ich voller Energie bin. Zeiten, in denen ich nach außen gehe. Zeiten, in denen ich erschaffe. Und es gibt Zeiten, in denen meine eigene Kraft spürbar weniger wird. In denen ich langsamer werde. Empfindlicher. Klarer darin, was mir zu viel ist. Und gerade diese Tage haben angefangen, für mich eine ganz besondere Bedeutung zu bekommen. Denn meine Lutealphase erinnert mich jeden Monat an etwas, das ich in meinen energiegeladenen Phasen ziemlich schnell vergesse:
Ich bin abhängig von Gottes Kraft und Gnade.
Und inzwischen denke ich: Vielleicht ist das gar nicht die schlechteste Zeit des Monats. Vielleicht kann sie sogar eine meiner liebsten werden. 🤍
Was, wenn dein Zyklus kein Problem ist, das du managen musst?
Wenn wir anfangen, uns mit zyklischem Leben zu beschäftigen, passiert schnell etwas Spannendes. Wir lernen: Im Frühling steigt meine Energie. Im Sommer bin ich kontaktfreudiger. Im Herbst brauche ich mehr Rückzug. Im Winter Ruhe. Und daraus entstehen dann neue Regeln.
In dieser Phase solltest du …
Hier solltest du wichtige Termine planen. Hier besonders produktiv sein. Hier Sport machen. Hier reflektieren. Hier bitte möglichst nichts Wichtiges entscheiden. 😂 Und plötzlich haben wir zwar aufgehört, jeden Tag gleich funktionieren zu wollen – dafür versuchen wir jetzt, perfekt zyklisch zu funktionieren.
Same same, but different. 😭
Mich interessiert inzwischen etwas anderes: Was, wenn mein Zyklus kein Produktivitätssystem ist, sondern ein Rhythmus, den Gott in meinen Körper gelegt hat? Dann muss ich aus jeder Phase nicht das Maximum herausholen. Ich darf anfangen, sie kennenzulernen. Was verändert sich gerade in meinem Körper? Was brauche ich? Was wird deutlicher? Was fällt mir leichter? Und vielleicht auch:
Wie kann ich Gott genau HIER begegnen? Denn ich erlebe meine Beziehung zu Gott tatsächlich unterschiedlich durch meinen Zyklus. Es gibt Phasen, in denen ich voller Ideen bin. Ich möchte erschaffen. Reden. Menschen sehen. Dinge bewegen. Und ich liebe es, Gott darin als den zu erleben, der Leben hervorbringt.
Dann gibt es Tage, an denen mein Blick stärker nach innen geht. An denen Grenzen deutlicher werden. An denen ich weniger Kapazität für all das habe, was sonst noch irgendwie dazwischenpasst. Und plötzlich merke ich Dinge, die ich vorher leichter übergehen konnte. Auch darin kann Gott mir begegnen.
Nicht jede Phase muss sich gleich anfühlen, damit sie gut ist. Vielleicht müssen wir unseren Zyklus deshalb gar nicht danach beurteilen: „Wie sehr fühle ich mich heute wie meine Lieblingsversion von mir?“
Wir dürfen neugieriger fragen: „Welche Seite meines Frauseins erlebe ich gerade – und welche Seite Gottes darf ich genau hier kennenlernen?“ Das ist für mich heute zyklisch leben.
Warum ich die Lutealphase anders sehen gelernt habe
Die Lutealphase nimmt etwas weg, worauf ich mich ziemlich gerne verlasse: meine eigene Kraft. 😂
Ich merke deutlicher, wenn mein Kalender eigentlich zu voll ist. Ich merke schneller, wenn ich über meine Grenzen gehe. Ich habe weniger Lust, Dinge schönzureden. Mein Körper wird ziemlich eindeutig darin, was gerade geht – und was eben nicht.
Und ja: Das kann unbequem sein. Aber inzwischen sehe ich darin auch ein Geschenk. Denn wenn meine eigene Kraft weniger selbstverständlich verfügbar ist, wird eine Frage plötzlich viel konkreter:
Woraus lebe ich eigentlich? Aus meiner Energie? Meiner Disziplin? Meiner Fähigkeit, alles hinzubekommen?
Oder darf ich erleben, was Paulus meint, wenn er schreibt: „Meine Gnade genügt dir, denn meine Kraft kommt in Schwachheit zur Vollendung.“ – 2. Korinther 12,9
Genau deshalb möchte ich meine Lutealphase nicht einfach irgendwie überstehen. Ich möchte lernen, Gnade darin zu erleben. Vielleicht muss ich heute weniger schaffen. Vielleicht brauche ich mehr Ruhe. Vielleicht werden meine Grenzen enger. Vielleicht merke ich deutlicher, dass meine Kraft endlich ist.
Okay. Dann darf Gottes Kraft größer werden. Und plötzlich wird aus einer Phase, die ich am liebsten überspringen würde, ein monatlicher Reminder: Ich muss mein Leben nicht aus eigener Kraft tragen. Das ist für mich inzwischen eine ziemlich wunderschöne Einladung. 🤍
Vielleicht ist deine Lutealphase ehrlicher als du 😂
Es gibt noch etwas, das ich an der Lutealphase inzwischen ziemlich genial finde: Sie lässt mich mit weniger durchkommen. Was vorher noch irgendwie ging, geht jetzt eben nicht mehr so gut.
Früher hätte ich wahrscheinlich gedacht: Oh super. PMS. Ich bin wieder schwierig. 😭
Heute denke ich viel öfter: Interessant. Warum wird genau DAS jeden Monat so laut? Denn vielleicht erschafft meine Lutealphase das Problem gar nicht erst. Vielleicht macht sie etwas sichtbarer, das sowieso schon da ist.
Das bedeutet natürlich nicht, dass jede schlechte Laune eine tiefere geistliche Botschaft enthält. 😂 Manchmal bist du müde. Manchmal brauchst du Essen. Manchmal brauchst du Ruhe. Manchmal sind Hormone einfach Hormone.
Aber wenn jeden Monat dieselbe Stelle laut wird, möchte ich sie auch nicht einfach mit: „Ach, PMS.“ wegwischen. Ich möchte zuhören. Vielleicht zeigt mein Körper mir gerade ziemlich deutlich:
Hier gehst du regelmäßig über deine Grenze.
Hier versuchst du immer noch, es allen recht zu machen.
Hier hängt dein Wert ziemlich stark daran, wie viel du schaffst.
Hier trägst du etwas, das du längst abgeben dürftest.
Und dann wird mein Zyklus plötzlich zu etwas anderem. Zum Hinweisgeber. Er hilft mir, meinen Körper und meine Muster besser kennenzulernen – und genau damit kann ich zu Gott gehen.
Was möchtest du mir hier zeigen? Was brauche ich gerade wirklich? Was darf ich loslassen? Wo darf ich anders mit mir umgehen? Und wo steckt vielleicht ein Thema, das ich mit dir tiefer anschauen möchte? Für mich ist genau DAS ein wunderschöner Teil davon, als Frau zyklisch mit Gott zu leben.
Ich will Gott nicht nur in meiner starken Phase erleben
Und vielleicht ist das inzwischen mein liebster Gedanke an der ganzen Sache: Ich möchte Gott auch an den Tagen erleben, an denen meine eigene Kraft weniger wird. Denn es gibt Seiten von ihm, die ich gerade dort ganz anders kennenlerne.
Gott als Versorger. Wenn ich merke, dass ich nicht alles selbst tragen kann.
Gott als Ruhe. Wenn mein Körper langsamer werden möchte.
Gott als Kraft. Wenn meine eigene begrenzt ist.
Gott als Gnade. Wenn mein Tag anders aussieht, als mein leistungsorientierter Kopf ihn geplant hatte. 😂
Gott als Sicherheit. Wenn meine Emotionen intensiver werden und ich merke: Ich darf trotzdem bei mir und bei ihm bleiben.
Vielleicht ist deshalb keine Phase meines Zyklus die Version von mir, die ich möglichst schnell wieder loswerden muss. Jede Phase kann ein anderer Ort der Gottesbegegnung sein. Und DAS ist für mich inzwischen viel spannender als die Frage, in welcher Zyklusphase ich am produktivsten bin. Ich will meinen Körper nicht vier Wochen lang optimieren. Ich will vier Wochen lang mit Gott leben.
Was, wenn du dich den ganzen Monat als DU erleben darfst?
Vielleicht kennst du diesen Gedanken vom Anfang: „Nur eine Woche im Monat fühle ich mich wirklich wie ich selbst.“ Ich wünsche mir inzwischen etwas anderes. Ich möchte mich in meinem zyklischen Frühling kennen. In meinem Sommer. In meinem Herbst. Und in meinem Winter. Nicht als vier verschiedene Frauen, von denen mir eine besonders gut gelungen ist. 😂
Sondern als eine Frau, die sich verändert und trotzdem immer dieselbe bleibt. Eine Frau, deren Energie schwankt. Deren Bedürfnisse sich verändern. Deren Blick mal stärker nach außen und mal stärker nach innen geht. Die an manchen Tagen aus dem Vollen schöpft und an anderen ihre Abhängigkeit von Gott viel deutlicher spürt. Und ich möchte keine dieser Phasen verpassen.
Denn vielleicht steckt in jeder davon eine eigene Einladung. Eine andere Art zu arbeiten. Eine andere Art, meinen Körper wahrzunehmen. Eine andere Art, Gott zu brauchen. Eine andere Art, ihn kennenzulernen.
Genau deshalb möchte ich meine Lutealphase lieben lernen. Nicht weil sie plötzlich immer angenehm sein muss. Sondern weil ich aufgehört habe, ihren Wert danach zu beurteilen, wie sehr sie meiner Lieblingsversion von mir ähnelt. Vielleicht ist gerade die Phase, die du bisher am wenigsten mochtest, eine, in der du etwas ganz Besonderes über dich und Gott entdecken kannst. 🤍
MADE BY GOD – deinen Zyklus mit Gott neu kennenlernen
Genau aus diesem Gedanken ist MADE BY GOD – A BIBLE EMBODIMENT™ EXPERIENCE entstanden. Eine kleine Experience, mit der ich dich einladen möchte, deinen weiblichen Zyklus einmal aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Als einen Rhythmus, den du kennenlernen darfst. Was passiert gerade in meinem Körper? Was brauche ich in dieser Phase? Wie verändert sich meine Energie? Was wird deutlicher?
Und: Wie kann ich Gott genau hier erleben?
Vielleicht wird deine Lutealphase danach nicht sofort deine absolute Lieblingszeit. 😂 Aber vielleicht schaust du beim nächsten Mal, wenn deine Energie sinkt und du merkst „Ohhh, da sind wir wieder“, ein kleines bisschen anders auf sie. Statt: Wann bin ich endlich wieder ich?
vielleicht: Okay Gott. Wer bist du für mich HIER?
Und diese Frage möchte ich ehrlich gesagt viel lieber vier Wochen im Monat stellen. 🤍

Hiii, ich bin Vanessa Schmitz, die Gründerin von Bible Embodiment™ – einer Bewegung für Frauen, die Gottes Wahrheit nicht nur erkennen, sondern so verkörpern wollen, dass sie in ihrer Körperhaltung, ihren Nervensystemreaktionen und ihrer Zyklusgesundheit sichtbar wird.
Mit der Embodied Truth Method™ bewegen wir Gottes Wahrheit von der Erkenntnis zur Verkörperung – damit unser Leben zeigt, wie gut Gott ist.
